Scheitert der Verkauf von ThePirateBay?

Nachdem im April 2009 die vier Betreiber des bekannten Torrent-Verzeichnisses The Pirate Bay zu hohen Geld- und Haftstrafen erstinstanzlich verurteilt worden sind, hatte Ende Juni das schwedische Unternehmen Global Gaming Factory (GGF) angekündigt, The Pirate Bay erwerben zu wollen. Der Kaufpreis liegt bei 60 Mio. schwedische Kronen, was rd. EUR 5,6 entspricht. Konkrete Angaben, was man mit dem Kauf bezwecken wollte, gab es aber nicht. Augenscheinlich wollte man die sehr bekannte Domain nutzen, um kostenpflichtige Download-Dienste anzubieten, womit dann wohl auch die vielen illegalen Torrents unterbunden werden dürften.

Doch nun scheint der Kaufprozess ins Stocken gekommen zu sein. TorrentFreak berichtet, dass der eingeschaltete Vermittler Wayne Rosso, ehemaliger CEO der Tauschbörse Grokster, seine Arbeit eingestellt hat, da ihm das Vertrauen zu GGF fehlen würde:

“I don’t think there’s going to be any money raised with GGF’s current (lack of) plans

Demnach hätte GGF bisher kein realistisches Konzept vorgelegt, auf deren Basis ThePirateBay.org nachhaltig weiter genutzt werden könnte. Ende August soll der Kauf über die Bühne gehen, erst dann wird zumindest Gewissheit bestehen, ob die Domain einen neuen Eigentümer erhält. Alles weitere bleibt nebulös.

WordPress 2.8.2 behebt schwerwiegende Sicherheitslücke

wordpress-logo01Sicherlich wird es einige Nutzer nerven, dass erneut ein Update für die Blogsoftware WordPress veröffentlicht wurde, aber es handelt sich um ein wichtiges Sicherheitsrelease. Behoben wird ein schwerwiegender XSS-Exploit, so dass ein zeitnahes Update dringend empfohlen wird.

Bitte beachten: vor einem Update sollte man aus Vorsichtsgründen die Dateien der eigene Website sichern, ein Backup der Datenbank anlegen und zur Sicherheit alle Plugins deaktivieren!

Zum Download von WordPress 2.8.2

Wieviele Radikale hat die Linke?

Ein-Euro-Jobbern bleiben ja nur 88 Cent – da kann ich gleich sagen: Heil Hitler!

Ein einzelner Satz, herausgelöst aus dem Kontext, in dem er gesagt wurde, ist nicht nur schwierig in der Interpretation, er kann schnell missverstanden werden. Dieses Zitat von Michael Artelt, Ortsvereins-Sprecher der Linken in Hattingen (NRW), aber braucht gar nicht erst interpretiert zu werden. Er ist einfach nur peinlich und zeigt das geistige Niveau von Herrn Artelt. Seine Rechtfertigung:

Ich hatte vergessen, das Satire-Schild hochzuhalten. Ich wollte thematisieren, wie wenig Geld den Menschen zum Leben bleibt. Wenn man mich missverstehen will, kann man mich nur missverstehen.

Mit Satire hat das wenig zu tun, höchstens mit Dummheit, denn genau mit dieser Art der Äußerung wird eindeutig das braune Gedankengut hofiert. Rechtsextreme werden dieses Zitat nur zu gern aufgreifen, alleine, um damit zu demonstrieren, wie sie sich mit ihrem primitiven Gedankengut mit der breiten Bevölkerung verbunden sieht. So etwas darf einem Politiker, der sich der Demokratie verpflichtet fühlt, niemals rausrutschen.

Die Linke bemüht sich nun um Schadensbegrenzung und droht mit dem Parteiausschluß, sofern Michael Artelt nicht von sich aus die Partei verläßt. Nur leider ist diese Äußerung nicht der einzige Fall von radikalen Ansichten in der Ex-SED! So hatte z.B. im Februar 2009 der Duisburger OB-Kandidaten der Linken, Hermann Dierkes, während einer Veanstaltung den Boykott von produkten aus Israel gefordert:

Jeder kann zum Beispiel durch den Boykott von israelischen Waren dazu beitragen, dass der Druck für eine andere Politik verstärkt wird.

Selbstverständlich ist Kritik an Israel nicht automatisch mit Kritik an der jüdischen Bevölkerung oder dem jüdischen Glauben gleichzusetzen und Kritik an der Israelischen Nahost-Politik muss erlaubt sein. Aber die sprachliche Nähe zu dem Nazi-Aufruf Deutsche, kauft nicht bei Juden ist zu gross. Und wie war die offizielle Reaktion der Linken, als Hermann Dierkes seine OB-Kandidatur zurückgezogen hat?

Wir können verstehen, dass Hermann von seiner Kandidatur zurücktritt, weil er dem Druck nicht standhalten kann.

Mit Druck ist hier die öffentliche Kritik und die Presseberichterstattung gemeint. Überraschend sind diese Reaktionen sicherlich nicht. Und leider ist auch dies nicht der letzte Fall von radikalen Äußerungen bei der Linken gewesen:

Das grausamste und mörderischste Imperium seit Hitler hat ca. 10.000 Jugoslawen, seit 1991 4,5 Mio Iraker, 2 Mio Vietnamesen und über hunderttausend Afghanen auf dem Gewissen. Teilweise auch durch bundesdeutsche Beihilfe. Ob Reagan, Bush I, Clinton, Bush II oder Obama hat bisher keinen qualitativen Unterschied gemacht.

Dieses Zitat findet man auf der Website von Chris Sedlmair, Ex-Direktkandidat der Linken aus Dachau, der im übrigen auch weiterhin zum Boykott von isralischen Produkten aufruft.

Sind diese drei Beispiele wirklich nur Einzelfälle oder zeigt die Linke damit nur, dass sie nicht in der Lage ist, die linksextremen Strömungen zu unterbinden. Wieviele Radikale hat die Linke in ihren Reihen? Wie nah steht die Linke der antidemokratischen Tradition der SED, aus der sie hervorgegangen ist? An einer Reaktion kann man erkennen, wie brisant diese Ereignisse in der Parteiführung gesehen werden: Gregor Gysi hat die Radikalen in der Partei kritisiert!

Berlin – Gregor Gysi, zuständiger Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, fordert von den radikalen Strömungen in seiner Partei deutlich mehr Zurückhaltung. “Man kann mit krassen Parolen viele verschrecken. Dann bleibt man unter sich”, teilte Gysi dem “Spiegel” in seiner am kommenden Montag erscheinenden Ausgabe mit.

Im Hinblick auf die aktuellen Wortmeldungen einzelner Funktionäre vor allem im Westen der Partei, erklärte Gysi: “Ich wünsche mir manchmal, nicht jeder bei uns fühlte sich berufen, Weltpolitik zu machen.”

Damit wird meines Erachtens eindeutig dokumentiert, dass die Linke ein Problem mit ihren extremen Strömungen hat und nicht wirklich in der „Demokratie angekommen“ ist!

WordPress 2.8.1 erschienen

wordpress-logo01Leider gab es bei einer Reihe von Users der bekannten Blogsoftware WordPress Probleme, nachdem die im vergangenen Monat erschienene Version 2.8 aufgespielt wurde. So kann es beim Update vorkommen, dass Dateien nicht mehr vorhandenen sind, wenn die automatische Update-Routine genutzt wird. Einen ausführlichen Artikel mit allen notwendigen Hinweisen hierzu findet man im Blog von wordpress-deutschland.org. Auch kann es unter bestimmten Umständen passieren, dass trotz des bereits erfolgten Updates auf die Version 2.8 weiterhin der Hinweis auf das noch ausstehende Update im Dashboard erscheint.

Dies sind nur zwei der insgesamt 53 Änderungen, die mit dem heute erschienenen Update auf die WordPress Version 2.8.1 behoben wurden. Auch wurde eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die angemeldete Benutzer trotz fehlender Rechte auf die Optionsseiten diverser Plug-ins zugreifen konnten. Und es wird agg. der Speicherverbrauch im Dashboard minimiert. Eine vollständige Liste der Änderungen seit Version 2.8 findet man im Trac.

Da es sich um ein Wartungsrelease handelt, werden an der Datenbank keinerlei Änderung vorgenommen. Vor einem Update sollte man wie üblich aus Vorsichtsgründen die Dateien der eigene Website sichern, ein Backup der Datenbank anlegen und zur Sicherheit alle Plugins deaktivieren!

Zum Download von WordPress 2.8.1

Bundestag beschliesst Zensursula-Gesetz

„Danke“ an die 389 Abgeordneten, die gestern bei der Abstimmung zum Gesetz über die Einrichtung von Internet-Sperren für den Gesetzesentwurf von Ursula „Zensursula“ von der Leyen gestimmt haben und damit sowohl einen der wichtigsten Artikel im Grundgesetz, den Artikel 5 zum Thema Meinungsfreiheit, und andererseits eines elementaren Prinzipien einer Demokratie, die Gewaltenteilung, unterlaufen haben! Wie man bei abgeordnetenwatch.de nachlesen kann, haben bei der CDU/CSU-Fraktion bis auf einen Abgeordneten alle Anwesenden zugestimmt und auch bei der SPD gab es gerade mal 3 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen. Und das obwohl selbst der Online-Beirat der SPD öffentlich Widerstand gegen das Gesetz geäußert hat. 134.014 Unterschriften für die ePetition – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009 haben genausowenig ausgereicht wie die Bedenken von Fachleuten und dem Bundesdatenschutzbeauftragten, die auf die möglichen und dann gravierenden Auswirkungen dieses Gesetzes hingewiesen haben. Populismus statt Intelligenz – das hat gesiegt!

Interessant finde ich auch, dass sich bei den Grünen ein Drittel der anwesenden Abgeordneten nur enhalten haben. Lediglich die FDP und die Linken haben durchweg gegen das Gesetz gestimmt. Für die Liberalen werte ich das als Besinnung auf die alten Traditionen als Bürgerrechts-Partei, was mich persönlich sehr freut. Das Abstimmungsergebnis der Linken nehme ich nicht ernst. Erstens ist die Linke immer in der Regel grundsätzlich gegen alles im Bundestag und zweitens darf man nicht vergessen, dass die Linke die offizielle Nachfolgepartei der SED ist, die es definitiv geschaffte hatte, mit der Stasi das Thema Zensur zu perfektionieren!

Mit diesem Gesetz zu den Internet-Sperrlisten wurde der Aufbau einer umfassenden Zensur-Infrastruktur legitimiert, womit wir uns als Deutschland in Partnerschaft zu Staaten wie China, Iran und Nord-Korea befinden, die unsere Regierung u.a. wegen der dort stattfindenden Zensur immer wieder kritisiert haben. Wer glaubt, dass diese Zensurbefürchtungen überzogen sind, wurde schnell eines besseren belehrt: wenige Stunden nach der Abstimmung hat der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl seine Forderung wiederholt, dass über die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet hinausgangen werden muss und hat auch die Sperrung von gewalttätigen Computerspielen gefordert. OK, von dem Schwiegersohn von Herrn Schäuble habe ich keine anderen Ansichten erwartet, aber ob dies eine Einzelmeinung ist, bleibt abzuwarten. Da der Damm erstmal gebrochen ist, wird es schnell weitere Forderungen geben. Warten wir mal ab, welche Seiten auf den Sperrlisten stehen, wenn diese erstmal durch einen glücklichen Umstand bekannt werden.

Vorerst bleibt nur eins:

R.I.P Artikel 5 GG
Danke an Reizzentrum für diese gelungene Traueranzeige und an gr4ys blog für das WordPress-Plugin Trauer mit der R.I.P.-Grafik oben rechts!

Kommunalwahl Thüringen – scheinbar gibt es keine Verlierer

Am letzten Wochenende fanden die Kommunalwahlen in Thüringen statt, die Ergebnisse sind ausgezählt und die Wahlergebnisse scheinen auf den ersten Blick eindeutig zu dokumentieren, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehört. Rein mathematisch gesehen, ist das auch so:

Ergebnis der Thüringer Kommunalwahl 2009
Quelle: TLS Thüeringer Landesamt für Statistik

Wenn man die Kommentare der Landesvorsitzenden der Parteien hört, gab es scheinbar aber nur Gewinner:

„Die Ergebnisse der Europawahl und der Kommunalwahl bilden eine gute Ausgangsposition und geben der Thüringer Union Rückenwind für die Landtagswahl.“ Dieses Fazit zog der Landesvorsitzende, Ministerpräsident Dieter Althaus.

Die vorläufigen Ergebnisse der Europawahl wertet der Thüringer Spitzenkandidat der Linken, Bodo Ramelow, als gute Ausgangsposition für die Landtagswahl am 30. August: „Wir haben unsere Werte stabilisiert und in Thüringen wohl leicht nach oben geschoben“

Der Sieger der Kommunalwahlen in Thüringen sind die Sozialdemokraten. SPD-Landeschef Christoph Matschie: „Wir sind auf der Überholspur“

Ist das nun Realitätsferne und die Herren Althaus, Ramelow und Matschie glauben wirklich, was Sie das sagen? Oder meinen Sie, dass der Wähler sich so offensichtlich täuschen lässt? Die CDU hat mit über 7% den stärksten Stimmenverlust aller Parteien in Thüringen und ist ihrem angekündigten Ziel bei der Landtagswahl so weit entfernt wie noch nie: der Fortführung der Alleinregierung. Mit 33,3% ist sie zwar weiterhin stärkste Kraft, aber der Abstand zu den anderen Parteien ist deutlich geringer geworden. Dieses Ergebnis bis Ende August wieder komplett umkehren zu können, erscheint mir wenig realistisch.

Die SPD konnte zwar Stimmenzuwächse vermelden, ist aber wie Die Linke mit rund 20% der Wählerstimmen auch nicht so stark, als dass sie sich wirklich als Wahlsieger verstehen könnte. Und die Ex-SED hat – zu meiner persönlichen Freude – knapp 4% an Stimmen verloren. Luftschlösser lassen sich eben auch nicht mehr so einfach an die Frau oder den Mann bringen. Obwohl oder vielleicht sogar gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise leere Versprechungen

Die wirklichen Gewinner der Wahlen sind die kleinen Parteien und insbesondere die Sonstigen. Die FDP und die Grünen haben zwar insgesamt „nur“ um 2,7% bzw. 1,0% zugelegt, was aber nicht mit den Ergebnissen der Grossen Parteien vergleichbar ist, da man nicht flächendeckend angetreten ist bzw. tlw. in Bündnissen mit lokalen Gruppierungen. Mit 7,4% liegen die Liberalen aber im Gegensatz zu den Grünen trotzdem deutlich über 5%, womit die Chancen für einen Wiedereinzug in den Thüringer Landtag Ende August sehr hoch sein dürften.

Mit 13,8% haben die Sonstigen auch nochmal deutlich um 3,1% zulegen können, der Erfolg ist sogar noch viel grösser:

  • 14 der 21 haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeister sowie 582 der 723 Ortsteil- und Ortschaftsbürgermeistern werden von freien Wählergemeinschaften, Bürgerinitiativen und Wahlbündnissen gestellt.
  • Bei den Gemeinderats-Wahlen haben die Sonstigen aber mit 37% das beste Ergebnis erzielt, gefolgt von der CDU mit 28%, SPD 14% und Die Linke mit ebenfalls 14%

Damit werden sich die etablierten Parteien genauso intensiv auseinandersetzen müssen wie mit der Nichtwählerquote von fast 50%. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Parteiensystem in Deutschland immer weniger Akzeptanz in der Bevölkerung besitzt und das kann sich dann auch noch stärker auf die Landes- und Bundesebene auswirken. Patentrezepte wird es aber kaum geben, mit ehrlichen Aussagen über die eigenen Wahlergebnisse könnte man den ersten Schritt machen. Doch dazu sind die Herren Althaus, Matschie und Ramelow bisher nicht bereit. Schade!

WordPress 2.8 veröffentlicht

wordpress-logo01Chet Baker, so lautet der Name der neuesten WordPress Version 2.8, die heute final erschienen ist. Neue Features gibt es recht wenige, dafür wurden aber fast 300 Bugs beseitigt und Verbesserungen an der Datenbank-Performance und dem Handling vorgenommen.

Der neue CodePress Editor zeigt nun auch Syntax Highlighting beim Bearbeiten des Codes von Plugins oder Themes an. Auch wurde eine kontextabhängige Hilfe im Theme- und Plug-in-Editor eingebaut und die Installation neuer Themes wurde vereinfacht. Über die neuen Ansichtsoptionen kann die Aufteilung des Dashboards in bis zu vier statt bisher zwei Spalten eingestellt werden, um das Arbeiten an breiten Bildschirmen übersichtlicher zu gestalten. Auch wurde die Widget-API deutlich überarbeitet. Eine Übersicht aller Änderungen findet Ihr im Codex.

Und wie üblich bedenken: vor einem Update sollte man die Dateien der eigene Website sichern, ein Backup der Datenbank anlegen und zur Sicherheit alle Plugins deaktivieren! Da es sich um einen sogenannten grossen Versionssprung handelt, gibt es kein separates Upgradepaket, es muss für ein Update – egal welche Vorgängerversion benutzt wird – die komplette 2.8-Downloadversion genutzt werden.

Zum Download von WordPress 2.8

Relaunch von FDP Thüringen

fdp_thuer_smallDie letzten Tage und Wochen war es etwas ruhig hier auf meiner Website, denn ich hatte ein umfangreiches Projekt in Arbeit: das Redesign der Website der FDP Thüringen. Das letzte Layout hatte ich am 01.01.2006 online gestellt und entsprach inzwischen nicht mehr so ganz meiner Erwartungshaltung. Insbesondere das Layout sollte moderner wirken sowie den aktuellen Standards entsprechen und die sicherlich nicht unumstrittenen Web2.0-Features wie Twitter & Co. gehören integriert.

Seit gestern nun ist die Website der FDP Landesverband Thüringen sowie ein Großteil der Websites der angeschlossenen Kreisverbände nach einer kurzen Downtime von 18 Stunden wieder online. Und ich glaube, dass Ergebnis spricht für sich: hellere Farben, Drop-Down-Menue, Vergrösserungsoption bei den Bildern und vieles andere mehr. Die Website wirkt aufgeräumter und ist in sich klarer strukturiert. Vor allem das umfangreiche Menue, das bisher in einem linken Container viel Platz weggenommen in Aspruch genommen hat, ist nun als CSS-Drop-Down-Menue platzschonend oben integriert, womit mehr Raum für die Artikel bleibt. Entgegen meiner sonst üblichen Fluid Layouts habe ich diesmal die Container mit fixierten Breiten angelegt, was einer Bildschirmauflösung von mind. 1024*768P Pixeln bedarf. Da dies aber inzwischen Standard ist, halte ich diese Einschränkung für akzeptabel. Da im Hintergrund ein CMS läuft (phpVerbanmdCMS) und die Autoren der Websites nicht durchweg über gute HTML-Kenntnisse verfügen, ist dies aus meiner Sicht ein notwendiger Kompromiß

Feedback, (konstruktive) Kritik und Anregungen sind selbstverständlich gern gesehen!

Thüringer Kommunalwahl 2009: Scheinkandidaturen

Am kommenden Wochenende dürfen die Bürgerinnen und Bürger in Thüringen nicht nur ihre Stimme bei der Europawahl 2009 abgeben, auch die Kommunalparlamente werden wieder neu gewählt. Und wenn man sich dieser Tage die Kandidatenlisten der einzelnen Parteien genauer ansieht, stellt man wie bei früheren Wahlen fest, dass immer wieder Bürgermeister und Landräte an prominenter Stelle zu finden sind, oftmals auf Listenplatz 1. Sei es Andreas Bausewein (SPD), Oberbürgermeister in Erfurt, Benno Kaufhold (CDU), Landrat im Ilm-Kreis, oder Joachim Günsel (SPD), Bürgermeister in Stadtilm, die Stadt, in der ich seit 1999 lebe.

Für die meisten Wählerinnen und Wähler scheint dies kein Problem darzustellen, gehen doch viele davon aus, dass der Bürgermeister oder der Landrat mitgewählt wird. Doch dem ist nicht so, denn diese Ämter werden in separaten Wahlen bestimmt. Sollten diese Bürgermeister und Landräte in die kommunalen Parlamente gewählt werden, müssten Sie ihr Amt niederlegen, was aber so gut wie passiert. Rechtlich ist das nicht zu beanstanden, aber moralisch gesehen halte ich das für eine Unsitte, der dringend rechtlich begegnet werden müsste. Denn diese Kandidaturen verfälschen oftmals die Wahlergebnisse. Durch den hohen Bekanntheitsgrad erhalten diese Kandidaten sehr hohe Stimmenanteile, wodurch andere Kandidaten der jeweiligen Partei mit teilweise geringsten Stimmen mit in den Stadtrat etc. „gezogen“ werden. Kandidaten anderer Parteien, die persönlich mehr Stimmen gezogen haben, schaffen den Einzug aber nicht, weil deren Partei insgesamt weniger Stimmen bekommen hatte. Und gerade bei Kommunalwahlen werden i.d.R. Personen und nicht Parteien gewählt. Der eigentliche Bürgerwille geht dabei dann verloren.

Auch wenn nahezu alle Parteien, die davon negativ betroffen sind, dagegen wettern (obwohl sie es wie die Erfurter CDU früher mit Manfred Ruge genauso praktiziert hatten!), im Thüringer Landtag scheint man nicht bereit zu sein, hier eine Gesetzesänderung vorzunehmen, wie es in anderen Bundesländern bereits Gang und Gebe ist. Meiner Meinung nach darf ein Bürgermeister oder ein Landrat nur dann kandidieren dürfen, wenn er bzw. sie vorher den Rücktritt vom bestehenden Amt erklären, sofern sie gewählt werden. Damit dürften sich nahezu alle dieser Scheinkandidaturen erledigt haben!

Es gibt aber auch positive beispiele, wie z.B. der Landrat Joachim Claus (CDU) in Nordhausen. Er verzichtet auf eine Kandidatur. Kein Einzelfall, aber leider immer noch die Ausnahme!