Wichtig: 90 Tage Entfernung Ihrer Webseite www.f-thies.de aus dem Google Index

Da kommt man nach einem schönen Wochenende mit der Familie wieder nach Hause zurück und dann findet man in seinem eMail-Posteingang eine Nachricht von DONOTREPLY@gmail.com mit der netten Überschrift Wichtig: 90 Tage Entfernung Ihrer Webseite www.f-thies.de aus dem Google Index! Das Herz rutscht in die Hose: was ist denn jetzt passiert?

Es folgen Passagen wie Illegale SEO-Praktiken Ihres Dienstleisters und mit Hilfe eines Redirects weiterleiten, der nicht mit unseren Richtlinien konform ist. und man fängt wirklich an zu zweifeln. Das kann doch gar nicht sein, ich habe doch alles getan, um die SEO-Strukturen zu optimieren etc, da kann doch nichts schief gegangen sein! Oder doch?

Dann die Suche in Google nach der Überschrift der eMail und ….. Aufatmen! Dutzende von Webmaster sind davon betroffen, denn es handelt sich um einen Spammer, der hier für Verunsicherung sorgt! Google hat mit dieser eMail weder etwas zu tun, noch hat man mich aus dem Index gelöscht.

Hier die vollständige eMail:

Subject: Wichtig: 90 Tage Entfernung Ihrer Webseite www.f-thies.de aus dem Google Index

Illegale SEO-Praktiken Ihres Dienstleisters

Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster der Domain www.f-thies.de,

bei der Indexierung Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf Ihrer Seite Techniken angewendet werden, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Sie finden diese Richtlinien unter folgender Webadresse:

http://www.google.de/webmasters/guidelines.html

Um die Qualitaet unserer Suchmaschine sicherzustellen, haben wir bestimmte Webseiten zeitlich befristet aus unseren Suchergebnissen entfernt. Zurzeit sind Seiten von www.f-thies.de fuer eine Entfernung ueber einen Zeitraum von wenigstens 90 Tagen vorgesehen.

Wir haben auf Ihren Seiten insbesondere die Verwendung folgender Techniken festgestellt:

*Seiten wie z. B. f-thies.de, die zu Seiten wie z. B. http://www.f-thies.de/index.htm mit Hilfe eines Redirects weiterleiten, der nicht mit unseren Richtlinien konform ist.

Dies ist vermutlich das Resultat Ihres SEO-Dienstleisters (Suchmaschinenoptimierungsdienst), welcher sich gern mit unserem Support in Verbindung setzen kann um einen weiteren Verstoss zu vermeiden, da ansonsten ein dauerhafter Ausschluss Ihrer Webseite folgen wird.

Gerne wollen wir Ihre Seiten in unserem Index behalten. Wenn Sie wollen, dass Ihre Seiten wieder von uns akzeptiert werden, korrigieren oder entfernen Sie bitte alle Seiten, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Wenn dies erfolgt ist, besuchen Sie bitte die folgende Webadresse, um weitere Informationen zu erhalten und einen Antrag auf Wiederaufnahme in unseren Suchindex zu stellen:

https://www.google.com/webmasters/sitemaps/reinclusion?hl=de

Google Search Quality Team

mepdxduefdtelemdxekcmdybtemeaebdxelbudwdxettaupfvkwrtcsfoqkauuwgmygjpsm
mqhoypnavamqwopruuydvnmagpcowsoavhcmvqpngdndewfhojubwqykigom
ttujrcydpiexiglfwgypnlhsnkklvwnqnrxuxirifgmgcuexexjqdyvlbdov
ENDE

Aber Gott-sei-Dank ist diese eMail reiner Spam und ein Fake! Wer also eine derartige eMail bekommt, sollte sie einfach ignorieren, keine eventuellen Anhänge öffnen und die eMail löschen!

Verbot von Killerspielen – wie Populismus die Suche nach den Ursachen verhindert

Nach dem Amoklauf von Sebastian B in Emsdetten an seiner ehemaligen Schule hallt nun wieder massiv der Ruf nach dem Verbot von Killerspielen durch Deutschland. Allen voran Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber, Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann und natürlich, wie sollte es auch anders sein, Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm:

Nach dem verheerenden Amoklauf von Emsdetten darf es keine Ausreden und Ausflüchte mehr geben. Killerspiele gehören in Deutschland verboten. Sie animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten. (Edmund Stoiber)

Killerspiele leisten einen verhängnisvollen Beitrag zur leider wachsenden Gewaltbereitschaft und fördern aggressives Verhalten. (Jörg Schönbohm)

Schnell ist die Ursache, die Wurzel des Übels gefunden und eine scheinbar logische Lösung wird präsentiert. Doch leider sind diese Behauptungen einfach nur falsch! Experten sind sich einig: Kein Spiel macht ein Kind zum Mörder. Denn es gibt bislang keine wissenschaftlichen Nachweis, dass Gewalt am Bildschirm in direkten Zusammenhang mit realer Gewalt gebracht werden kann. Dies erklärt sowohl Dr. Helga Teunert, wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, im Deutschlandradio wie auch der Kommunikationswissenschaftler Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Jena, der unter anderem Grundlagenforschung zu Computer- und Videospielen betreibt (Spiegel Online)

Mit der Diskussion um das Verbot von Killerspielen werden leider die wirklichen Ursachen, die zu solchen Tragödien führen, unter den Tisch gekehrt. Der Abschiedsbrief Ich will R.A.C.H.E. von Sebastian B. ist hierbei eine wichtige Lektüre, denn er zeigt die Verzweiflung des jungen Mannes und sein persönliches Gefühl der gesellschaftlichen Isolation, der Perspektivlosigkeit, das nicht wenige Jugendlich heute haben. Leider wurde dieser Abschiedsbrief schnell aus dem Web durch die Polizei NRW gelöscht (Zensur ?), denn er zeigt deutlich auf, dass die Ursache nicht in Killerspielen liegt, wie es uns die oben genannten populistischen Politiker wahr machen wollen. Der Brief steht aber noch im Internet! Er kann auf Telepolis in voller Länge nachgelesen werden. Und das sollte man auch machen, bevor man Scheindebatten um die Symptome führt.

Darüber hinaus darf man auch folgende Punkte nicht vergessen:

  • Sebastian B. war 18 Jahre alt! Das Verbot hätte ihn gar nicht mehr erreicht!
  • Die betroffenen jugendlichen Spieler dürfen nicht wählen. Somit muss sich ein Politiker, der nicht langfristig und strategisch plant, keine Gedanken über deren Verhalten bei der nächsten Wahl machen!
  • Was nützt ein Verbot, wenn man ausserhalb von Deutschland ohne Probleme an diese Spiele herankommen kann und viele Eltern ihren Erziehunsgauftrag zu wenig oder gar nicht mehr erfüllen? Natürlich kann dann bei – was hoffentlich nie vorkommt – erneuten Tragödien dieser Art den Schwarzen Peter ins Ausland schieben und weiter so tun, als hätte man eine intelligente Lösung gefunden.
  • Bereits in den 60er und 80er Jahren gab es leider Amokläufe, aber noch keine Killerspiele. Wie passt das in das obrige Bild unserer Volksvertreter, die nicht mehr in der Lage scheinen, komplexere Lösungsstrukturen überhaupt verstehen zu können?
  • Deutschland befindet sich im OECD-Vergleich auf dem vorletzten Platz – vor Malta – in Bezug auf das Verhältnis von Schulpsychologen zu Schülern. In Deutschland kommt auf 12.500 Schüler nur ein Psychologe. In Skandinavien liegt das Verhältnis bei etwa 1000:1.
  • Seit März 2005 hat sich Sebastian B laut einem Artikel auf Welt.de auf einer Auktions-Website für Jäger, Schützen und Angler mit Waffen versorgt. Ihm standen die hierfür notwendige Munition und sogar Sprengstoff zur Verfügung! Dies wurde alles in seinem Zimmer gefunden. Wie kann es sein, dass ein Jugendlicher an solche Waffen und Materialien kommt. Hier sehe ich viel eher die Politik in der Verantwortung, etwas zu tun.
  • Das Medium, das am stärksten Gewalt verbreitet, ist das Fernsehen! Wo sind hier die Verbotsforderungen?

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert zurecht nach einer Ursachensuche und Bestandsaufnahme. Aber dazu kommt es durch die laufende Berichterstattung und die derzeit geführten Diskussionen nicht. Viel schlimmer noch: die Politiker stellen sogar Forderungen auf, die schon längst erfüllt sind. Uwe Schünemann will zum Beispiel Spiele verbieten lassen, in denen man Frauen verstümmeln kann. Solche Spiele sind in Deutschland schon längst verboten. Es wird auch gefordert, dass die Selbstkontrolle der Industrie abgeschafft wird. Hierfür sind aber bereits die Obersten Landesjugendbehörden der Länder zuständig! Das beweist noch mehr, dass Populismus derzeit wieder Selbstzweck erlangt hat. Damit können aber solche Tragödien wie in Littleton, Erfurt und Emsdetten nicht verhindert werden. Nicht alle Politiker denken so, die meisten wissen, was die wirklichen Ursachen sind: die Isolation einzelner Jugendlicher, die soziale Verwahrlosung an den Schulen, die mangelnde Betreuung auffälliger Minderjähriger. Aber es gibt leider immer noch zuviele Politiker, die sich selbst belügen, mit ihren Verbotsforderungen etwas sinnvolles getan zu haben. Aber ich befürchte, sie wissen gar nicht, dass sie sich belügen. Denn dazu gehört Einsicht …..

Blog von Ahmadinedschad nutzt Microsoft

Soeben habe ich auf der Website sommergut.de, auf die ich rein zufäliig beim Surfen aufmerksam wurde, eine Information gefunden, die in der Rubrik Satire verbucht werden könnte, aber Realität ist.

Der iranische Präsiendet Machmud Achmadinedschad nutzt nicht nur die moderne Kommunikationsform eines Weblogs, für die Umsetzung greift er sogar auf Software aus dem Hause Microsoft zurück. Dies beweist ein Auszug aus dem Quellcode:

<meta content=“Microsoft Visual Studio .NET 7.1″ name=“GENERATOR“>
<meta content=“Visual Basic .NET 7.1″ name=“CODE_LANGUAGE“>

So ist das wohl mit dem „Klassenfeind“: man will ihn nicht, aber man kommt auch nicht ohne ihn aus ….

Herbalife droht mit Abmahnungen

Mit schöner Regelmäßigkeit gibt es im Internet Berichte über die Androhung von Abmahnungen, bisher in der Regel aus wettbewerbsrechtlichen Gründen oder bei Verstössen gegen die Impressumspflicht. Leider wurde dies sehr häufig auch missbräuchlich genutzt.

Neu ist nach meinem Kenntnisstand die jüngste Vorgehensweise von Herbalife und seinen Anwälten, die Webseiten mit Abmahnung drohen, bei denen die Begriffe Herbalife und Scientology zusammen genannt werden.

Bevor Sie den gesamten Artikel lesen, bitte ich, den folgenden Hinweis zu beachten:

Zur Klarstellung: Herbalife und die umstrittene Scientology-Sekte haben nichts miteinander zu tun. Entsprechende Vorwürfe konnten nie belegt werden. Aus diesem Grund werden solche Verleumdungen auf diese Website, im Forum, in den Kommentaren, im Gästebuch etc. nach Kenntnisnahme auch konsequent und unverzüglich gelöscht worden!

Die Websites gulli.com und HFSclub sind anwaltlich angeschrieben worden, weil auf diesen Seiten stand, dass der Hersteller von Schlankheitsmitteln Herbalife gerüchteweise zur Scientology-Sekte gehören würde. Herbalife wehrt sich gegen diese Gerüchte, da diese unwahr seien, was grundsätzlich vollkommen in Ordnung und das gute Recht von Herbalife ist.

Interessant für alle Homepagebetreiber ist aber ein Punkt im Schreiben des Anwalts, der verlangt nämlich, dass das gemeinsame Vorkommen der Begriffe Herbalife und Scientology auf einer HTML-Seite durchgängig zu unterbinden ist:

Selbstverständlich hat unsere Partei keine Bedenken, dass jeder seine Meinung im Rahmen des Schutzes von Art. 5 GG äußert. Wir möchten jedoch deutlich machen, dass Herbalife nicht gewillt ist, auch nur ansatzweise mit Sekten in Verbindung gebracht zu werden, auch nicht in der Darstellung eines Gerüchtes, eines Verdachtes oder einer Vermutung und auch nicht in der Form einer Frage formuliert.

Nicht nur, dass damit ein Forumthread, in dem beide Begriffe vorkommen, selbst wenn diese in keinem Kontext zu einander stehen, gelöscht werden muss, nein, selbst eine Diskussion darüber, dass diese Gerüchte unwahr sind, dürften damit im Web nicht mehr geführt werden. Ich finde, dass diese Vorgehensweise nicht in Ordnung ist, da sie die freie Meinungsäußerung zu unterbinden versucht und das kann nicht im Sinne des Schutzes des Art. 5 GG sein, oder???

Ach ja, und wer glaubt, dass diese oben erwähnten Gerüchte, die ja falsch sind laut Herbalife, erst vor kurzem aufgetreten sind, der irrt sich:

Skurriles Detail zum Schluß: der beanstandete Thread auf dem gulli:board stammte aus dem Jahr 2000. Aufgerufen wurde er 44 mal.

Das nenne ich eine zeitnahe Reaktion ….

Google hat BMW.de temporär gesperrt

BMW.de wurde in den letzten Tagen aufgrund unseriöser SEO-Praktiken für mehrere Tage im Suchindex von Google gesperrt worden. Hintergrund war die Verwendung einer sogenannten Doorway Page, auf der mit nicht sichtbarem Text die Wörter Gebrauchtwagen, Jahreswagen und BMW vorkamen, um somit eine bessere Positionierung zu erreichen. Im outer-court.com Blog kann man anhand von Screenhots die Vorgehensweise gut erkennen.

BMW.de hat aber sofort reagiert und die entsprechenden Seiten entfernt, so dass Google die Seite inzwischen wieder im Suchindex aufgenommen hat.

Screenshots des IE 7 – Beta 2

Kurzzeitig stand die für Frühjagr 2006 angekündigte Beta 2 des Internet Explorers bei jcXP.net zum Download zu Verfügung, was natürlich so von Microsoft nicht geplant war. Daher musste der Link zum Download (leider) wieder entfernt werden, aber es gibt dafür einige Screenshots zu bewundern.

Über das Layout des IE 7 wird es nun sicherlich eine Diskussionen geben, interessant sind die Ähnlichkeiten mit Mozilla / Firefox in Bezug auf Tabs etc.

Firefox 1.5 erschienen

Wie angekündigt ist gerstern die finale Version 1.5 des Browsers Firefox veröffentlicht worden, wobei auch die deutsche Ausgabe zum Download bereit steht. Neben einer Reihe von Verbesserungen sind auch neue Features eingebaut worden, wie z.B. die Möglichkeit, die so genannten Tabs per Drag and Drop neu anzuordnen und die Unterstützung für die Web-Standards SVG, CSS2, CSS3 und JavaScript 1.6.

Eine detailierte Liste aller Änderungen findet Ihr in den Release Notes.

Zum Download

Webkrauts legt los

Am 30. Mai starte die Seite Webkrauts.de, die sich als deutsche Plattform an Webentwickler, Webdesigner, Programmierer etc. richtet, die gerne und leidenschaftlich für die Nutzung von Webstandards bei der Erstellung von Webseiten streiten.

Nachdem es einige Zeit sehr ruhig auf der Website war, wurde nun das erste Projekt angekündigt:

Vom 1. Dezember bis zum 24. Dezember 2005 wird hier ein Adventskalender zum Thema Webstandards erscheinen. Jeden Tag ein neuer Beitrag. Die Inhalte bauen aufeinander auf und geben einen guten Überblick über die vielen Aspekte moderner Webentwicklung mit Webstandards.

Lassen wir uns überraschen, was auf uns zukommt und die Seite Webkrauts in den Tagen vor Weihnachten mal öfters besuchen.

IE7 – Wie standardstreu ist er wirklich?

Ende diesen Jahres plant Microsoft den Internet Explorer 7 zu veröffentlichen. Erste Infos, dass eine Reihe von Fehlern der bisherigen Version behoben sind / werden und Verbesserungen eingebaut werden, sind bereits veröffentlicht worden. Klaus Langenberg hat auf The Styleworks einen Artikel veröffentlicht, der sich mit diesem Thema näher beschäftigt und dabei auch auf die bekannten CSS-Hacks eingeht.

In der Tat fehlt es beim IE noch an vielen Ecken und Enden: die Werte transparent und inherit an allen Eigenschaften, die Tabelleneigenschaften insgesamt oder die Pseudoklassen :focus und :lang sind nur einige Beispiele.

Anders als bisher müssen Webschaffende heute aber nicht wieder Jahre auf Bugfixes warten, denn die gute Nachricht ist, dass Microsoft für die Zukunft häufigere Updates nach dem Vorbild des Firefox plant. Es soll eine Fehlerdatenbank angelegt werden, die in etwa wie Bugzilla verwaltet wird und auch öffentlich für IE-7-Feedback zugänglich ist (dies allerdings nur, wenn die Feedback-Site nicht ‚temporär geschlossen‘ ist). Eine Erläuterung dazu findet sich im IE-7-Blog.

Zum Artikel