CSS Naked Day

Heute am 5. April 2006 findet eine wirklich lustige Aktion im Web statt, an der sich einige Seiten beteiligt haben, die das Thema Webstandards unterstützen: der erste offiziellen CSS Naked Day. Initiator des ganzen ist Dustin Diaz, der sich mit dieser Aktion für die Nutzung von Webstandards einsetzt.

That’s right, I’m starting the first annual CSS Naked Day. In the spirit of promoting Web Standards along with good semantic markup and proper hierarchy structures, April 5th will be a day of nakedness for all webmasters to remove their style sheets from their website for one day. Signining up is not required, just simply comment in this thread with a link to your website and let everyone else know that you’re participating.

Auch wenn ich leider erst heute abend davon erfahren, da ich die letzten 14 Tage beruflich zu sehr eingespannt war, habe ich mich auch an der Aktion beteiligt. Ich hoffe, dass es irgendwann mal Day 2 geben wird und ich von Anfang an dabei sein kann.

Webkrauts mit neuem Design

Webkrauts.de, die deutsche Plattform für Webentwickler, Webdesigner, Programmierer etc., die sich für die Nutzung von Webstandards einsetzen, ist seit heute mit einem komplett überarbeiteten Layout ausgestattet.

Manuela Hoffmann von pixelgraphix hat das neue Layout entwickelt, weitere Mitstreiter haben es dann umgesetzt. Ich persönlich finde das Layout wirklich gelungen, die Handschrift von Manuele Hoffmann ist eindeutig zu erkennen: Optisch ansprechende Header-Grafik (die ich persönlich zwar etwas schmaler in der Höhe gestaltet hätte, aber das ist wie immer reine Geschmackssache), klare Farben und schnell nachvollziehbare Seitenstruktur.

Am Inhalt der Seite wird weiter fleissig gearbeitet, von hier aus ein grosses Danke für das Engagement und die Arbeit, die Ihr investiert.

Ein Website-Konzept aufstellen – Eine Sache der Einstellung

Martin Labuschin hat auf seiner Website eine sehr interessante Artikelreihe unter dem Motto Ein Website-Konzept aufstellen – Eine Sache der Einstellung gestartet:

Der Erfolg einer Website wird schon bei der Konzeption bestimmt. Doch wie stellt man ein solches Konzept auf? Ich habe mich seit ein paar Wochen mit der Konzeption von Websites beschäftigt und berichte nun von meinen Erfahrungen.

Der erste der insgesamt fünf Arikel beschäftigt sich mit der Frage der Einstellung, mit der sich der Betreiber der Website der Angelegenheit nähert. Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Artikel, die in Kürze erscheinen sollen.

Dortmund.de unter der Lupe

Einhalten von Webstandards und Barrierefreiheit sind zwei Ziele, die man grundsätzlich bei der Erstellung einer Website einhalten sollte. Dies gilt aber insbesondere für Seiten von Behörden, öffentlichen Einrichtungen und natürlich auch Städten. Am 01.02.2006 wurde nach einem guten Jahr der Überarbeitung die Website der Stadt Dortmund neu ins Netz gestellt. Manuel Bieh hat sich die Website seiner Heimtstadt ganz genau angeschaut und einen sehr interessanten Artikel unter dem Titel Dortmund – Barrierefrei im Netz… oder doch nicht? in seinem Blog veröffentlicht.

Eine große Klappe zu haben und Andere mit eben dieser großen Klappe zu kritisieren ist meist viel einfacher als Dinge selbst von vornherein richtig zu machen. Ich habe mir heute Zeit genommen, um den brandaktuellen, neuen und barrierefreien Internetauftritt meiner geliebten Heimatstadt Dortmund einem sehr ausgiebigen Test zu unterziehen.

Alleine schon dieser Ansatz eehrt Manuel Biehl, denn die meisten kritisieren gern, was falsch gemacht wurde, bringen aber selber keine Vberesserungsvorschläge oder gar Lob. Manuel Bieh geht dabei auf Themen wie Semantik, Navigationsstruktur, Design- und Usability-Aspekte und Formulare ein, bringt zum Ende eine Negativ / Positivliste. Wie lautet das Fazit seiner Analyse:

Die Seite ist in meinen Augen ein sehr guter und vor allem großer Schritt in die richtige Richtung. Vor allem kenne ich den alten Auftritt sehr gut. Es ist eine Steigerung, ja eine starke Verbesserung. Aber es ist nicht die totale Ausschöpfung des Möglichen. Ganz und garnicht. Und das muss ich anprangern. Nicht weil ich Euch, liebe Dortmund-Agentur einen reinwürgen oder Eure mitunter gute Arbeit schlecht reden möchte, oder ich mich von der Stadt Dortmund ausgebeutet oder als Bürger schlecht behandelt fühle. Nein, sondern weil ich es traurig finde. Es sitzen durchaus fähige Leute IN Dortmund die sicherlich eine wirklich barrierefreie, oder zumindest etwas »barrierefreiere« Version hinbekommen hätten als die, die jetzt als »barrierefreies dortmund.de« unter www1.dortmund.de zu finden ist.

Wer nun wissen möchte, was genau alles an Positivem wie Negativem bei der Analyse gefunden wurde, der kann sich den Artikel unter dem nachfolgenden Link vollständig durchlesen:

Artikel „Dortmund – Barrierefrei im Netz… oder doch nicht?“

Redesign vom FOCUS beschäftigt das Web

Es ist manchmal verblüffend, was Ursache für breite Diskussionen unter Webdesignern, Bloggern & Co. werden kann. Aktuell hat es das Redesign der Website des Printmagazins FOCUS geschafft, in aller Munde zu sein. Wobei es weniger das Design an sich ist, sondern die Qualität des Codes und die Art des Diskussion darüber.

Auslöser des ganzen war der Artikel Failed Redesigns Made in Germany – Episode 1 von von Heike Edinger, die wirklich schonungslos mit den Machern ins Gericht geht:

Immerhin: Focus hat den Trend erkannt. Websites werden ja heutzutage tabellenlos gebaut. Soweit, so gut: Hurra, keine Tabellen. Mehr Fachwissen hatte die Relaunch-Chaostruppe allerdings nicht. Der Code ist vollkommen verschwurbelt, strotzt vor div-Verschachtelungen, wo ein li genügt hätte, und ist voll gestopft mit Inline-Stylesheets, altbewährten Blind-Gifs und esoterischer Abstands-div-Kunst

Durch die vielen Kommentare, die sehr kontrovers sich mit der Frage beschäftigten, ob es wirklich sinnvoll ist, durch Anprangern und Zurschaustellung die Masse der Webdesigner zur Einhaltung der Webstandards zu bewegen, hat sich Eric Eggert in seinem Blog nicht nur intensiv in zwei Artikeln mit dieser Diskussion auseinandergesetzt. Nein, er hat sich hingesetzt und die Website des FOCUS komplett überarbeitet und gemäß den Webstandards die Startseite neu aufgesetzt. Das Ergebnis spricht fast schon für sich:

  • (X)HTML-Datei von 115kB auf 49,2kB (-57%)
  • CSS-Datei(en) von 34,3kB auf 12,9kB (-62%)
  • JS-Aufrufe von 23 auf 0 (-100%)
  • Class-Attribute von 610 auf 150 (-75%)
  • Style-Attribute von 413 auf 19 (-95%)
  • Listen (ul) von 0 auf 28
  • Überschriften (h1) von 1 auf 20 (+2000%)
  • Absätze (p) von 0 auf 76

Ich halte diese Diskussion daher für so wichtig, weil sie am Beispiel einer renommierten Zeitung aufzeigt, wie wichtig die Einhaltung der Webstandards sein kann. Und daher habe ich diesen Artikel in der Rubrik Lesenswertes verfasst, damit auch ein paar meiner Besucher hoffentlich mit der Diskussion und vor allem den Webstandards beschäftigen.

YAML Version 2.1 erschienen

YAML, was ist das, werden sich vielleicht ein paar nun fragen. YAML steht für Yet Another Multicolumn Layout und ist:

ist ein Framework zur Erstellung moderner und flexibler Layouts auf Grundlage von float-Umgebungen. Dabei stehen ein möglichst hohes Maß an Flexibilität und Zugänglichkeit im Vordergrund. Innerhalb eines Tutorials wird die Funktionsweise der einzelnen Bausteine erläutert.

Wie Ihr in der Changelog nachlesen könnt, arbeitet Autor Dirk Jesse seit mehreren Monaten an dem Projekt. Wer nun mehr wissen will, sollte einfach dem Link am Ende der News folgen. Aber eines solltet Ihr wissen: YAML ist kein Fertiglayout.!!!

Zur YAML-Website

Webdesign 2006 – Trends, Erwartungen und Wünsche

Auf der Website einfach persönlich von Jörg Petermann gibt es seit kurzem eine sicherlich für viele Webdesigner, egal ob nun professionell oder eher als Hobby, eine interessante Interview-Reihe: Webdesign 2006 – Trends, Erwartungen und Wünsche. Worum geht es dort:

Welche Trends und Erwartungen haben wir an das Webdesign im Jahr 2006? Während international darüber diskutiert wird, sind deutsche Webdesigner zurückhaltend. Da ich das Thema dennoch für sehr interessant halte, bin ich diesem Thema im Rahmen einer Artikel-Serie Webdesign 2006 nachgegangen.

Die ersten fünf Interviews sind bereits online, das sechste wird morgen folgen. Ich werde die Serie auf jeden Fall im Auge behalten.

Zur Interview Reihe

SelfHTML 8.1.1 ist online

Nicht nur den meisten Webdesignern ist SelfHTML ein Begriff, nein, es ist seit 1995 eine Institution im Web. Es gibt keine andere Seite im Netz, die sich so ausführlich mit HTML & Co. auseinandersetzt und ist damit auch für mich immer ein guter Ratgeber.

Nun steht die version 8.1.1. im Netz und bringt vor allem kleinere Fehlerkorrekturen, Ergänzungen und Vervollständigungen. Aber auch von zwei Neuerungen gibt es zu berichten: zum ersten wäre da die Umstellung der News auf ein Weblog und die Einführung eines RSS-Newsfeeds.

Also schnell mal wieder vorbeischauen bei SelfHTML, es lohnt sich … wie immer!