Firefox 9 veröffentlicht

Firefox 9 veröffentlichtKnapp 7 Wochen nach dem Release der Version 8 hat nun die Mozilla Foundation den Firefox 9 veröffentlicht. Die wichtigste Änderung stellt sicherlich die Nutzung von Type Inference dar. Mithilfe des JIT Compilers dessen soll ein effizienterer Code erzeugt werden, was Leistungssteigerungen bei der Verarbeitung von Javascripts von bis zu 30% ermöglicht!

Weitere Änderungen sind eine verbesserte Intergration in das Mac-Betriebssystem OS X Lion sowie Erweiterungen im Bereich der HTML 5- und CSS-Unterstützung. Und ein paar kleine Bugs wurden auch noch beseitigt. Über die nachstehenden Links gelangt Ihr zur Downloadseite bzw. zur Übersicht aller Änderungen im Detail:

Firefox – Downloadseite
Offizielle Releasenotes Firefox 9

Firefox 8 erschienen

Firefox 8 erschienenKnapp fünf Wochen nach dem Release der Version 7 hat nun die Mozilla Foundation den Firefox 8 online gestellt. Mit der neuen Version des Browsers gibt es Verbesserung im Themenbereich Sicherheit, aber auch eine höhere Startgeschwindigkeit und ein effizienterer Umgang mit der Speicherverwaltung.

U.a. werden beim ersten Aufruf einer neuen Browser-Version ab sofort alle installierten Addons auf ihre Kompatibilität hin überprüft, wobei Anwender dann auswählen können, welche Addons weiterhin genutzt werden sollen. Die mit einer früheren Version des Firefox installierten Addons sind dabei vorausgewählt, ganz im Gegensatz zu den Addons, die über andere Programme installiert wurden. Diese sind zunächst deaktiviert, um unerwünschte Werbe-Toolbars etc. zu vermeiden. Auch werden Addons, die nicht mit der aktuellen Browser-Version kompatibel sind, ebenfalls deaktiviert, aber in die Update-Prüfung einbezogen und ggf. später aktualisiert.

Ebenfalls neu ist, dass der Anweder festlegen kann, ob beim nächsten Browser-Start die Tabs der letzten Sitzung wiederhergestellt werden sollen oder nicht. Damit soll insbesondere die Startgeschwindigkeit verbessert werden. Ferner kann festgelegt werden, ob die Tab-Inhalte sofort geladen werden oder erst dan, wenn der jeweilige Tab angewählt wird.

Über die nachstehenden Links gelangt Ihr zur Downloadseite bzw. zur Übersicht aller Änderungen im Detail:

Firefox – Downloadseite
Offizielle Releasenotes Firefox 8

Firefox gewinnt den Browserkampf in 2010 – Internet Explorer und Chrome aber auch

Firefox gewint den Browserkampf 2010 - Internet Explorer und Chrome aber auchDas ist das schöne an Statistiken: man muss sie einfach nur „richtig“ deuten und schon hat jeder gewonnen. So könnte man jedenfalls die aktuellen Veröffentlichungen zu den Marktanteilen der Webbrowser im Jahr 2010 interpretieren.

In Nordamerika bleibt nahezu alles beim Alten: Der Internet Explorer führt weiterhin deutlich mit einem Marktanteil von 48,92%, gefolgt vom Mozilla Firefox (26,7%), Google Chrome (12,82%) und Safari (10,16%). Diese Daten stammen aus einer aktuellen Veröffentlichung der irisch-amerikanischen Marktforschungsfirma StatCounter zum Konkurrenzkampf der Browser in Europa – und dort sieht die Internet-Welt etwas anders aus:

Hier konnte der Firefox mit einem Marktanteil von 38,11% den Internet Explorer überrunden, der bei 37,52% lag. Platz 3 erreichte Google Chrome, der seinen Anteil überdeutlich von 5,06% auf 14,58% ausbaute. Somit erreichte Chrome den Sprinter-Sieg – insbesondere, da der Zugewinn nahezu komplett zu Lasten des IE ging, während der Firefox seinen Anteil halten konnte.

Aber damit nicht genug – auch für Deutschland gibt es auch aktuelle Zahlen und diese bestätigen den europäischen Trend nicht! Laut dem Webanalyse-Anbieter Webtrekk musste Firefox den ersten Platz in Q4/2010 räumen: der Internet Explorer erreichte 42,9% und liegt damit deutlich vor dem Firefox mit 36,36%. Auf Platz 3 kommt der Safari mit 12,52%, gefolgt vom Chrome mit 5,78% und dem Opera mit 1,7%.

Also alles Gewinner! Viel Erfolg in 2011 🙂

Facebook: Technische Probleme sorgten für mehrstündigen Ausfall

FacebookEine überlastete Datenbank war der Übertäter, der am Donnerstag für einen 2,5 stündigen Ausfall des Sozialen Netzwerks Facebook gesorgt hat, das Unternehmen selbst spricht in einer Mitteilung vom schlimmsten Ausfall, den wir seit über vier Jahren hatten. Laut Medienberichten waren Nutzer in den USA, Südamerika und Europa hiervon betroffen, nach eigenende Angaben sind derzeit weltweit rund 500 Millionen Menschen bei Facebook registriert.

Auslöser der überlasteten Datenbank war agg. ein Fehler im internen Reparatursystem, welches selbständig Fehler in den gespeicherten Einstellungen im Cache der Clients aufspüren und reparieren sollte. Eine manuelle Änderung in der Konfiguration durch einen Mitarbeiter führte nun aber dazu, dass jedes Clientsystem einen als fehlerhaft eingestuften Wert zugewiesen bekam. Das Reparatursystem versuchte diesen Wert zu korrigieren, was zu hunderttausenden von Datenbank-Anfragen pro Sekunde führte, woraufhin der Datenbankserver unter der Last zusammenbrach. Daraufhin musste die Website von Facebook komplett abgeschaltet werden, um sämtlichen Traffic auf das Datenbanksystem zu stoppen. Nach der Behebung des Fehlers konnte dann der Server wieder sukzessive hochgefahren werden.

Seit Freitag früh läuft die Website wieder fehlerfrei, das Reparatursystem bleibt vorerst abgeschaltet, bis eine sichere und vor allem absturzfreie Lösung gefunden ist.

XING – neue Funktionen online

XINGNachdem bereits Twitter ein umfangreiches Update seines Microbloggingdienst in Arbeit hat, kündigt auch das Business-Netzwerk XING umfangreiche Änderungen und Neuerungen an. Pünktlich zum siebten Geburtstag soll das Netzwerken für die Nutzer effektiver und praktischer werden.

Auf der Online-Werbemesse DM Exco in Köln hat Stefan Groß-Selbeck, CEO bei XING, die anstehenden Neuerungen vorgestellt. Offenkundigste Änderung wird die neu gestalteten Startseite eines Benutzerprofils, auf der nun eine To-Do-Liste erscheinen wird. Dort werden übersichtlich alle Nachrichten, Newsletter, Termine, Einladungen und Kontaktanfragen aufgeführt. Darüber hinaus werden zwei neue Funktionen eingeführt: der Mobile Handshake und das Microsoft Outlook Plugin Social Media Connector.

Der Mobile Handshake ist eine Art elektronischer Visitenkartentausch. Besitzer von HTML5-fähigen Smartphones können mit Hilfe der Standortbestimmung Xing-Mitglieder kontaktieren, die sich in ihrem Umkreis befinden, und sich in XING „verbinden“. Und mit dem Social Media Connector können XING-User ihre Kontakte direkt in Outlook verwalten – ohne dabei auf XING surfen zu müssen.

Alle Änderungen können auf XING nachgelesen werden und sind bereits online.

Twitter – neues Design und neue Funktionen

Twitter - neues Design und neue FunktionenDer Microbloggingdienst Twitter hat seinen Webauftritt überarbeitet, um in Kürze neue Möglichkeiten den Nutzern zur Verfügung stellen zu können.

So wurde z.B. die rechte Spalte deutlich verbreitert, um dort künftig mehr Informationen einstellen zu können. Hierzu werden neben den Kurzmitteilungen, die weiterhin im linken Bereich angezeigt werden, rechts dann in Tweets eingebundene Fotos oder Videos angezeigt. Auch können dort dann Zusatzinformationen eines Tweeters wie sein Profil oder seine letzten Kurznachrichten angezeigt werden. Damit soll laut Twitter-Blog die Nutzung des Dienstes einfacher, schneller und reichhaltiger werden. Und Twitterchef Evan Williams kommentiert die Änderungen wie folgt:

Seit dem Start haben wir etwas gelernt. Das Leben passt nicht immer in 140 oder weniger Zeichen.

Die Neuerungen und Änderungen sollen im Laufe der nächsten Wochen eingeführt werden, konkrete Termine wurden aber noch nicht genannt.

Erneutes Datenleck bei SchülerVZ entdeckt

Wie das Handelsblatt kürzlich berichtet hat, sind beim Social-Network SchülerVZ erneut Millionen Nutzerdaten abgegriffen worden. Durch Nutzung künstlicher eMail-Adressen wurde der Kopierschutz des Netzwerks umgegangen und 1,6 Mio. aktuelle Datensätze eingesammelt, was rund 30% aller Nutzerprofile des Sozialen Netzwerks enstpricht. Laut SchülerVZ betonte wurden nur Daten kopiert, die für alle registrierten Nutzer einsehbar seien. VZ-Geschäftsführer Clemens Riedl versucht daher das Thema zu relativieren, da es sich agg. nicht um ein Datenleck, sondern um einen Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen handelt.

Hinter der Aktion steckt Florian Strankowski von der Leuphana-Universität Lüneburg, der damit aufzeigt, dass die im Herbst letzten Jahres angekündigten Maßnahmen gegen das Auslesen von Schüler-Profilen seitens SchülerVZ offenkundig nicht ausreichend waren. In einem Interview mit Netzpolitik.org schildert Florian Strankowsk, was seine Motivation war und wie er dabei vorgegangen ist. Besonders peinlich dabei ist, dass er in zwei eMails die VZ-Gruppe auf die Sicherheitslücken hingewiesen hatte, zunächst aber keine Reaktion kam:

SchülerVZ-Sprecher Dirk Hensen entgegnete, dass die Mails an den zuständigen Techniker weitergeleitet und alle nötigen Schritte eingeleitet wurden. Aus ihm unbekannten Gründen sei jedoch ein Antwortschreiben des Netzwerkes an Strankowski nicht gesendet worden.

Wenn man überlegt, wieviele Schülerinnen und Schüler das SchülerVZ nutzen, sollte man annehmen, dass IT-Sicherheit einen höheren Stellenwert geniessen sollte.

Massive Sicherheitslücke beim SchülerVZ

schuelervz-logoDie bekannte und bei Schülern beliebte Internet-Community SchülerVZ ist das Opfer eines Daten-Crawlers geworden, was auf erhebliche Sicherheitslücken hindeutet. Von der insgesamt rund 5,5 Millionen starken Community wurden über 1 Millionen personenbezogene Daten wie Namen Geschlecht, Alter, besuchte Schule und das Profilfoto über einen Bot ausgelesen. Auch wenn die Mainstream-Presse aktuell sehr oft den Begriff Datendiebstahl verwendet, passt das hier m.E. nicht, denn es wurden „lediglich“ die für Community-Nutzer offen zugänglichen Daten ausgelesen. Vertrauliche Informationen wie Post- und E-Mail-Adressen scheinen hiervon nicht betroffen zu sein, womit ein Hacker-Angriff auf die Datenbank eher unwahrscheinlich ist.

Prekär ist das ganze aber alleine schon deswegen, weil es sich bei den Nutzern i.w. um Schüler im Alter von 12-18 Jahren handelt und gerade bei diesem Personenkreis sollte der Datenschutz besonders wichtig sein. Im VZ-Netzwerk-Blog gibt es auch eine Stellungnahme, in der u.a. versprochen wird:

Wir haben sofort Maßnahmen ergriffen, um weitere illegale Zugriffe auszuschließen.

Inwiefern es sich wirklich um illegale Zugriffe handelt, bleibt dahingestellt, ich hoffe nur, dass das VZ-Netzwerk ihre Sicherheitsmaßnahmen weiter verschärfen wird.

Update vom 20.10.2009

Wie AFP berichtet, wurde heute ein Verdächtiger in diesem Fall wegen versuchter Erpressung festgenommen. Scheinbar hat der Daten-Crawler bei einem Gespräch mit den VZ-Betreibern 80.000 Euro gefordert haben, ansonsten würde er die Daten in den osteuropäischen Raum verkaufen.

Scheitert der Verkauf von ThePirateBay?

Nachdem im April 2009 die vier Betreiber des bekannten Torrent-Verzeichnisses The Pirate Bay zu hohen Geld- und Haftstrafen erstinstanzlich verurteilt worden sind, hatte Ende Juni das schwedische Unternehmen Global Gaming Factory (GGF) angekündigt, The Pirate Bay erwerben zu wollen. Der Kaufpreis liegt bei 60 Mio. schwedische Kronen, was rd. EUR 5,6 entspricht. Konkrete Angaben, was man mit dem Kauf bezwecken wollte, gab es aber nicht. Augenscheinlich wollte man die sehr bekannte Domain nutzen, um kostenpflichtige Download-Dienste anzubieten, womit dann wohl auch die vielen illegalen Torrents unterbunden werden dürften.

Doch nun scheint der Kaufprozess ins Stocken gekommen zu sein. TorrentFreak berichtet, dass der eingeschaltete Vermittler Wayne Rosso, ehemaliger CEO der Tauschbörse Grokster, seine Arbeit eingestellt hat, da ihm das Vertrauen zu GGF fehlen würde:

“I don’t think there’s going to be any money raised with GGF’s current (lack of) plans

Demnach hätte GGF bisher kein realistisches Konzept vorgelegt, auf deren Basis ThePirateBay.org nachhaltig weiter genutzt werden könnte. Ende August soll der Kauf über die Bühne gehen, erst dann wird zumindest Gewissheit bestehen, ob die Domain einen neuen Eigentümer erhält. Alles weitere bleibt nebulös.

Gefängnis- und Geldstrafen für Pirate-Bay-Betreiber?

Auch wenn die Urteilsverkündung in Schweden erst am heutigen Nachmittag erfolgt, scheint das Ergebnis des Gerichtsverfahrens gegen die vier The Pirate Bay-Betreiber (Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm Warg, Peter Sunde und Carl Lundström) bereits vorher in wesentlichen Teilen durchgesickert zu sein. Wie man bei Golem.de oder Chip.de lesen kann, soll das Urteil sehr hart ausfallen: wegen Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung sollen alle vier für schuldig befunden worden sein und neben einer Gefängnisstrafe von einem Jahr müssen Schadensersatzzahlungen in Höhe von SRK 30 Mio., entspricht ca. USD 3,5 Mio. an Musik- und Filmunternehmen wie Warner Bros, Sony Music Entertainment, EMI und Columbia Pictures geleistet werden.

Die Betreiber betrachten sich selbst als unschuldig, da auf deren Website keinerlei urheberrechtlich geschütztes Material direkt zum Download zur Verfügung gestellt wurde, sondern lediglich entsprechende Verbindungen vermittelt wurden und somit auch keine Gewinne erwirtschaftet wurden. Das Gericht soll die Betreiber dagegen als kommerzielles und organisiertes Unternehmen eingestuft haben, da The Pirate Bay Schätzungen zufolge rund 22 Mio. Nutzer haben soll.

Das Urteil ist brisant, da es um die Frage geht, ab welchem Zeitpunkt das Urheberrecht verletzt wird und wie weit die Haftung von Betreibern einer Website geht, die nur eine technische Infrastruktur zur Verfügung stellen. Auswirkungen auf den Betrieb der Filesharing-Website wird das Urteil vorerst aber eher nicht haben, da sowohl die Anklage wie auch die Verteidigung bereits vorab angekündigt hatten, im Falle einer Niederlage in Berufung gehen zu wollen, womit das Urteil vorerst nicht rechtskräftig sein wird.